Ehrenamtsflügel für Florian Riedl

Der 27-jährige Gilchinger Florian Riedl hat für sein Engagement in der evangelischen Kirchengemeinde die Engelsflügel der evangelischen Jugend in Bayern erhalten.

 Gilching – 14 Jahre machte sich Florian Riedl für die Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde Gilching stark. Im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche St. Johannes wurde der 27-Jährige gestern mit den Engelsflügeln der evangelischen Jugend in Bayern ausgezeichnet.

Im Vorfeld der Ehrung sorgte die Jugend im Gottesdienst für besondere Stimmung. „Das war eine gute Atmosphäre. Mit Band, Gesang und mit Weintrauben zum Weiterreichen statt Wein“, freut sich Gemeindemitglied Birgit Gliesche. Mit der anschließenden Feier bei Café und Kuchen ließ die Pfarrgemeinde Florian Riedl im Pfarrsaal hochleben.

„Ehrenamt lässt Flügel wachsen“ steht auf der Urkunde der Landesjugendkammer – ein Spruch, der im Hinblick auf Florian Riedl ins Schwarze trifft. „Florian ist ein wichtiger Begleiter und Botschafter für junge Menschen. Man hat gespürt, da ist eine Kraft in Dir, die dich antreibt und die du weitergeben willst. Du bist mit vollem Herzblut für die Menschen da“, sagte Pfarrer Constantin Greim.

 Im Jahr 2006 fing der gebürtige Gilchinger als Jugendleiter der evangelischen Kirchengemeinde Gilching an. Sechs Jahre lang engagierte er sich im Jugendausschuss. Der studierte Maschinenbauer stellte nicht nur die Weichen für manch digitale Verbesserung. Riedl machte sich federführend stark für den Umbau des Jugendcafés und packte regelmäßig beim Kinderzeltlager mit an. „Florian hat immer lustige Aktionen wie Rodeln oder Langlaufen angeregt“, weiß Pfarrer Greim. Heidrun Hellmuth, Diakonin des evangelischen Jugendwerkes des Dekanats Fürstenfeldbruck, sagte es mit einfachen Worten: „Florian steht für Klarheit. Du legst den Finger immer in die richtige Wunde.“ Beeindruckt zeigte sich die Diakonin vor allem angesichts der scheinbar unerschöpflichen Energie des sportlichen jungen Mannes.

Riedl selber ließ am Sonntag Bescheidenheit erkennen: „Ich habe die Arbeit gern gemacht. Hätte sie auch gemacht, wenn ich keinen Engelsflügel dafür bekommen hätte. Das Ehrenamt war eigentlich ein Spielplatz für mich. Ich konnte viel machen, hatte viele Freiheiten.“ Im Zuge seines Maschinenbaustudiums zog der passionierte Outdoor-Sportler vor vier Jahren nach München und arbeitet heute als Anwendungsingenieur in der Klebstoffbranche. Der „Engelsflügel“ ist die höchste Auszeichnung der Evangelischen Jugendarbeit in Bayern.

Seine Zeit im Gilchinger Jugendausschuss ist zwar vorbei – aktiv engagiert sich der 27-Jährige jedoch immer noch: Für den Förderverein der evangelischen Jugend sowie in der Dekanatsjugendkammer Fürstenfeldbruck. In Sachen Kirchgang bleibt der Wahlmünchner der Pfarrei St. Johannes nach wie vor treu: „Zum Gottesdienst gehe ich nach Gilching. Das ist meine Heimatgemeinde, da fühle ich mich einfach verbunden.“

Nilda Höhlein auf  merkur.de